Fingerübungen
Chopin-Etüde Nr. 1, mit Fingersätzen für die linke Hand und Übungen
Klavierspielregeln
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Klavierspielregeln

Man sollte immer auswendig spielen. Aus Noten zu spielen ist so, als würde man einen Heiratsantrag von einem Blatt Papier ablesen.

Hangeln Sie sich nicht von Takt zu Takt durch ein Stück, sondern versuchen Sie, eine räumliche Vorstellung von jedem Stück zu entwickeln, wie einen Grundriss, wo Sie auf einen Blick sehen, was wo ist.

Ich werde mit meinen Händen niemals so Klavier spielen können wie Svjatoslav Richter mit seinen Händen, aber warum sollte ich nicht im Kopf so spielen können wie er? Üben Sie einige Stücke auch im Kopf, bis Sie sie zumindest im Kopf so spielen können wie ein berühmter Pianist.

Die Finger können durch ihre Reflexe schneller sein als der Kopf, aber die Reflexe können sich abnutzen. Spielen Sie Klavier oder spielen Ihre Reflexe Klavier?
Spielen Sie nicht so schnell wie möglich. Spielen Sie lieber ein bisschen langsamer, aber so bewusst und so kontrolliert wie möglich.

Vokabeln pauken bringt vielleicht nicht viel, schadet den Vokabeln aber auch nicht. Klavierstücke pauken macht die Klavierstücke kaputt.
Hundert Wiederholungen in drei Wochen bringen mehr als hundert Wiederholungen an einem Tag.
Neue Stücke müssen natürlich mehr geübt werden, am besten abwechselnd mit Stücken, die Sie schon gut können.

Die Klavierstunde ist kein Grund, eine Woche lang nur dafür zu üben.

Wochen oder Monate, in denen man nichts Neues gelernt hat, sind verlorene Zeit, die man nicht nachholen kann.

Etwas zu vergessen, weil man es nicht rechtzeitig wiederholt hat, ist verlorene Zeit, die man nicht nachholen kann.

Überlegen Sie sich gut, welche Stücke Sie lernen wollen. Finden Sie die Stücke, die Sie gut spielen können und die Sie immer wieder gerne spielen werden. Finden Sie "Ihre" Stücke.

Ausdruck und Technik sind wichtig, aber Klavierspiel sollte vor allem einfach, wahr und natürlich sein, mit möglichst wenig Ego.

Ausdruck ist nicht etwas, das man in ein Musikstück hineinpumpt, sondern jedes Musikstück hat einen innewohnenden Ausdruck, den Sie herausfinden und wiedergeben müssen.

Denken hat mit Bewusstsein zu tun und Musik hat mit Bewusstsein zu tun, aber Musik hat wenig mit Denken zu tun. Man kann Musik nicht erklären, aber man kann sich immer mehr bewusst machen, was in der Musik passiert und wie alles am besten zusammenpasst.

Man spielt nicht Klavier, um Punkte dafür zu sammeln, dass man die Anweisungen des Komponisten oder des Klavierlehrers befolgt. Ihre Fehler müssen Ihnen etwas ausmachen, und Sie sollten so spielen, wie es Ihnen richtig scheint. Nicht weil Sie es besser wissen, sondern weil Sie nur Ihr eigenes Bewusstsein haben.

Alles muss heute groß, stark, schnell und laut sein. Die meisten Klaviere sind zu laut, für kleine Räume, für "Kammer"-Musik eigentlich nicht geeignet.

Ein Musikstück beginnt nicht einfach mit einem Schnitt und hört nicht irgendwann auf mit einem Schnitt, sondern jedes Musikstück kommt aus der Stille und kehrt zur Stille zurück, wenn es Zeit ist, wenn gesagt ist, was zu sagen war.

Spielen Sie nicht einfach "Klavier". Spielen Sie nicht für ein großes Publikum. Spielen Sie "für Elise" und seien Sie glücklich : )